Dieses Lernziel verlangt von euch, die grundlegenden Machtkonstellationen und ideologischen Konflikte zwischen den USA und der UdSSR nach 1945 zu verstehen, die den Kalten Krieg prägten – etwa die Teilung Europas in Einflusssphären, die Blockbildung (NATO vs. Warschauer Pakt) oder die Systemkonkurrenz zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Ihr solltet zentrale Ereignisse wie die Berlin-Blockade 1948/49, den Koreakrieg 1950–1953 oder die Kubakrise 1962 einordnen können, um zu erkennen, wie sich die Spannungen zwischen den Supermächten entluden, ohne dass es zu einem direkten militärischen Konflikt kam. Zudem müsst ihr die unterschiedlichen Strategien der beiden Blöcke analysieren, etwa die Truman-Doktrin (1947) als Beginn der Eindämmungspolitik oder die sowjetische Doktrin der „friedlichen Koexistenz“ unter Chruschtschow. Wichtig ist auch, die Rolle der Atombewaffnung als Abschreckungsinstrument zu begreifen und zu verstehen, wie der Kalte Krieg durch Stellvertreterkriege, Wettrüsten und Propagandakämpfe global ausgetragen wurde. Schließlich solltet ihr erkennen, dass der Kalte Krieg nicht nur ein militärisches, sondern auch ein kulturelles und wirtschaftliches Phänomen war, das etwa durch den Marshallplan oder den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) die globale Ordnung nachhaltig prägte.