Mit diesem Lernziel geht es darum, die Erde nicht als Ansammlung einzelner, voneinander getrennter Bereiche zu betrachten, sondern als ein dynamisches System, in dem verschiedene Sphären – die Lithosphäre (feste Gesteinshülle), die Reliefsphäre (Oberflächenformen), die Pedosphäre (Boden), die Hydrosphäre (Wasser), die Biosphäre (Lebewesen), die Atmosphäre (Luft) und die Anthroposphäre (menschliche Einflüsse) – ständig miteinander wechselwirken. Ihr müsst verstehen, wie diese Sphären aufgebaut sind, welche Prozesse in ihnen ablaufen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen, etwa wenn Verwitterung (Lithosphäre) Bodenbildung (Pedosphäre) ermöglicht oder wenn der Mensch durch Landnutzung (Anthroposphäre) das Klima (Atmosphäre) verändert. Wichtig ist auch, konkrete Beispiele für solche Vernetzungen zu kennen, etwa den Wasserkreislauf, der Hydrosphäre und Atmosphäre verbindet, oder die Rolle von Böden als Filter für Grundwasser. Zudem sollt ihr erkennen, dass Störungen in einer Sphäre – etwa die Abholzung von Wäldern (Biosphäre) – Folgen für andere Bereiche haben können, etwa für das lokale Klima oder die Bodenfruchtbarkeit. Dafür braucht ihr Grundwissen über die Eigenschaften jeder Sphäre sowie die Fähigkeit, Prozesse wie Erosion, Photosynthese oder den anthropogenen Treibhauseffekt in ihren Zusammenhängen zu analysieren.