Mit diesem Lernziel geht es darum zu verstehen, dass menschliches Handeln nicht einfach aus freiem Willen entsteht, sondern von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren geprägt wird – etwa von Genen, Hormonen oder neuronalen Prozessen, von Motiven, Emotionen oder unbewussten Mustern, aber auch von Normen, Erziehung oder gesellschaftlichen Erwartungen. Ihr sollt diese Einflüsse nicht nur benennen, sondern auch analysieren, wie sie das Handeln beeinflussen und inwiefern sie Selbstbestimmung ermöglichen oder einschränken. Konkret bedeutet das, dass ihr konkrete Beispiele aus Biologie, Psychologie oder Soziologie heranziehen könnt, um zu zeigen, wie diese Faktoren zusammenwirken und ob sie den Menschen eher als autonomes Wesen oder als determiniert erscheinen lassen. Dabei geht es nicht um eine einfache Gegenüberstellung von „Freiheit vs. Determination“, sondern darum, die Komplexität zu erkennen und zu diskutieren, unter welchen Bedingungen Handeln als selbstbestimmt gelten kann – etwa wenn jemand seine Antriebe reflektiert oder sich bewusst gegen soziale Zwänge entscheidet. Am Ende sollt ihr in der Lage sein, diese Zusammenhänge argumentativ zu durchdringen und auf ethische Fragen anzuwenden, etwa ob Verantwortung möglich ist, wenn Handeln stark von äußeren oder inneren Bedingungen abhängt.