Um das Lernziel zu erreichen, müssen Schülerinnen und Schüler zunächst die grundlegende Struktur der DNA als Doppelhelix aus zwei komplementären Polynukleotidsträngen verstehen, wobei die Basenpaarung zwischen Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin die Stabilität des Moleküls gewährleistet. Sie sollten erkennen, dass die DNA als informationsspeicherndes Molekül fungiert, da die Abfolge der Basen (A, T, C, G) den genetischen Code bildet, der über die Bildung von Proteinen die Merkmale eines Organismus bestimmt. Zudem ist es wichtig, die Bedeutung der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren für die Stabilität der Doppelhelix zu begreifen, da diese schwachen Bindungen zwar leicht zu lösen sind, aber gleichzeitig die Replikation der DNA ermöglichen. Schließlich müssen die Lernenden in der Lage sein, ein einfaches Modell der DNA – etwa aus Zucker-, Phosphat- und Basenbausteinen – zu konstruieren und daraus abzuleiten, warum die DNA als langes, stabiles Molekül vorliegt, das gleichzeitig flexibel genug für Replikation und Genexpression ist.