Um das Lernziel zu erreichen, müsst ihr verstehen, wie sich nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) in vielen europäischen Ländern demokratische Systeme durchsetzten, die auf einer Verfassung und einem Parlament beruhten, aber oft schon nach wenigen Jahren wieder scheiterten. Dazu gehört, dass ihr die wichtigsten Merkmale einer parlamentarischen Demokratie kennt, etwa freie Wahlen, Gewaltenteilung und Grundrechte, und an Beispielen wie der Weimarer Republik in Deutschland oder der Dritten Französischen Republik zeigen könnt, warum diese Systeme trotz ihrer Vorzüge nicht stabil blieben. Ihr solltet auch die Krisen der Zwischenkriegszeit – wie wirtschaftliche Not, politische Extremismuswellen und schwache Regierungen – als mögliche Gründe für das Scheitern analysieren und mit eigenen Worten erklären können, warum Demokratien in dieser Zeit besonders anfällig für autoritäre Alternativen waren. Dafür braucht ihr Grundwissen über die Folgen des Ersten Weltkriegs, etwa den Versailler Vertrag oder die Weltwirtschaftskrise ab 1929, sowie die Fähigkeit, historische Zusammenhänge logisch zu verknüpfen. Abschließend geht es darum, selbstständig Hypothesen aufzustellen, warum manche Länder wie Großbritannien oder die skandinavischen Staaten ihre Demokratien behaupten konnten, während andere wie Deutschland oder Italien in Diktaturen abglitten.